Die Macht der Bilder

Ich arbeite in meinem Coaching viel mit Bildern. Mit Bildern, die der Coachee selbst gestaltet, und auch mit Bildern von Postkarten oder aus Büchern. Das individuelle „Lesen“, die persönliche Interpretation von Bildern, bringt Gedanken und intuitiv Gespürtes zur Sprache – viel schneller und deutlicher, als die reine Sprache es vermag.

Bilder haben für jeden Menschen eine andere Bedeutung. Bilder zu beschreiben, schafft Zugang zu Denkstrukturen, Positionen, Erinnerungen.

Beim Motiv mit dem Besen fällt dem einen sofort die Redewendung „Ich fress’ einen Besen!“ ein, und so führt das Gespräch ohne Umwege zu seiner starken Skepsis, die er seiner neuen beruflichen Position gegenüber empfindet. Jemand anders würde den Besen am liebsten als Hexenbesen nutzen, Zauberkräfte besitzen, alles möglich machen können. Wieder ein anderer zitiert das Sprichwort „Neue Besen kehren gut“ und denkt über die Veränderungen nach, die er umsetzen will, die Chancen, die darin liegen. Eine vierte Person fühlt sich daran erinnert, dass sie zunächst „vor der eigenen Türe kehren“ sollte, nimmt das Motiv als Erinnerung daran, dass sie zunächst bei sich selbst aufräumen sollte, statt sich immerfort über ihren Kollegen zu ärgern.

Keine dieser Assoziationen ist ein Zufall. Denn es ist ja das eigene Innere, das persönliche Denken und Fühlen, das sie hervorgebracht hat! Sie weisen oft den Weg zum Kern der aktuellen Situation.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.